Freitag, 17. September 2010
Hundekot bis in den Tod
Ich bin ja eigentlich eher ein Katzentyp. Auch vom Ding her, na… also rumliegen, essen, ein bisserl spielen, streicheln. Falls's wer kennt, Christine Nöstlinger, der kleine Herr Teufel, das hat schon was für sich, das Katzenleben.

Und Hund. Naja. Da gehört schon viel Liebe dazu denk ich mir, wenn ich die Herrerl und Frauerl seh, bei jedem Wetter an Strassenecken stehen, während der Bello seine Nase an Fremdurin reibt. Wieso kastriert man Hunde eigentlich nicht?
Zum Glück hat sich ja in den letzten Jahren durch einen unglaublichen Kraftaufwand auch in Wien was getan in Hinsicht saubermachen. Weil vor zehn Jahren waren wir, gefühlt, das Schlußlicht der westlichen Welt was den Umgang mit men's best friend's Stoffwechselprodukt betrifft. Fünfundvierzigtausend angemeldete Hunde – "Dunkelziffer gigantisch". Da erinnerte jeder Gang zum Supermarkt an Cross-Country im Minenfeld.
Mittlerweile wie gesagt ganz gut im Griff. Jetzt sieht man sie schon, die Herren mit Krawatte, die Damen mit Perlen am Ohr die sich in der Innenstadt Plastiksackerl über die Hand stülpen und nach den dampfenden Ausscheidungen ihrer Lieblinge bücken. Da gehört schon viel Liebe dazu, für so einen Stilbruch.

Ich kann mir das gar nicht gut vorstellen wie sich das anfühlt. Einerseits… UND andererseits. Da ist mir das Gefühl von weich und warm im Plastiksack noch näher eigentlich als die Fähigkeit die Würde zu behalten mit einer Hand voll Scheiße.

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