Donnerstag, 28. Oktober 2010
Eli
Das Buch vom Eli ist... hm. So kann ich nicht anfangen. Es ist ein ok Film, Gary Oldman darf den Bösen spielen, Tom Waits gibt einen schrägen Mechaniker, das ist schon was.
Aber das Zusammenspiel zwischen religiösem Eifer (banal) und dieser neuen Kinogewalt, die so tut, als würde sie Wirklichkeit sein, da kann man sich doch gleich einen Mel Gibson anschauen, oder irr ich mich? Nicht dass ich würde.

Keine Blautöne ist auch schon nichts neues mehr. Es wirkt auf mich, als wenn hier jemand auf den Fallout Zug aufspringen wollte und sich eine Handlung zusammengeschustert hat, die sich v.a. auf dem Endtwist aufhängt. Zahlt sich's aus, nochmal zurückzuspulen, nachzuschauen? Ne.

Schön irgendwie, die Bibel sei möglicherweise der Auslöser des Kriegs (?) gewesen. Und dann wird sie am Schluss zwischen Thora und Qur'an eingeschlichtet. Ein interreligiöser Krieg dürft's ja nicht gw'en sein.
Überhaupt bei der Schlußszenerie, die Zukunft Amerikas (der Welt?) von Alcatraz ausgehend. Wo der Kanon gespeichert ist. Das ist doch echt der Traum von den Kanonieren, alles vernichtet. Aber! Shakespeare. King James' Bible. Mozart. Beethoven. Das tut mir schon weh, diese Vorstellung davon, dass diese Werke... genügen. Als ob es das gäbe, das Beste, die crème de la crème und für immerdar. Das muss schon ein komischer Haufen von Leuten sein, die nur Goethe, Kant und Wagner konsumieren. Und dann vielleicht noch im Radl den Dienst am Maschinengewehr üben, die Wilden niederschießen, die die Zivilisation bedrohen...

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