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Donnerstag, 7. Oktober 2010
robert
savoytruffles, 18:19h
Der Menasse Robert macht so sein Ding. Seit Jahren betrachtet er, analysiert er so die politische Landschaft (wie man so sagt) in Österreich. Manchmal schreibt er einen Roman, manchmal schreibt er einen Essay, manchmal hat er so witzige Ideen wie auf "Das war Österreich" ein angebissernes Punschkrapferl zu setzen. Manchmal ist er clever bis witzig. Und er gehört schon dazu, zur intellektuellen Elite, wenn man den Begriff etwas weiter fasst – was ich gerne tu bis ich selbst rein passe.
Aber dann wiederum ist der Robert einer, der mit Mädchen aufkreuzt, um um die Sperrstunde herum noch eine Flasche Sekt zu bestellen. Ist es erste oder zweite Hand, wenn ich's von jemandem weiss, der's erlebt hat? Aber muss man ja auch nicht so daneben finden, muss man nicht, nein. Oder selbstverliebter Kasperl im Café Sperl. Und dann ins Café Drechsler wechseln, weil man dort noch rauchen darf. Wie sich die Schriftstellerkollegen in den 30ern aufgeregt haben müssen, wie sie ihnen das Koksen – nicht nur im Kaffeehause – verboten haben. Geht aber auch.
Jedenfalls war ich letztens einer Meinung, die sich kurz darauf als eine mit dem Robert geteilte Meinung herausstellte. Und seit dem denk ich drüber nach, wie ich das find.
Aber dann wiederum ist der Robert einer, der mit Mädchen aufkreuzt, um um die Sperrstunde herum noch eine Flasche Sekt zu bestellen. Ist es erste oder zweite Hand, wenn ich's von jemandem weiss, der's erlebt hat? Aber muss man ja auch nicht so daneben finden, muss man nicht, nein. Oder selbstverliebter Kasperl im Café Sperl. Und dann ins Café Drechsler wechseln, weil man dort noch rauchen darf. Wie sich die Schriftstellerkollegen in den 30ern aufgeregt haben müssen, wie sie ihnen das Koksen – nicht nur im Kaffeehause – verboten haben. Geht aber auch.
Jedenfalls war ich letztens einer Meinung, die sich kurz darauf als eine mit dem Robert geteilte Meinung herausstellte. Und seit dem denk ich drüber nach, wie ich das find.
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Mittwoch, 6. Oktober 2010
sommerschlusz
savoytruffles, 15:58h
Der Ernst des Lebens, wieder los, etc. Der Sommer ist endgültig dahin, meteorologisch sowieso. Meteo-ro-logisch. Meteor-o-logisch. Meteorologisch also sowieso, aber auch ferienhalber, monatsnamensweise und beschäftigungswegen. Das gute ist, es gibt wieder was zu tun. Weil das hat mich fertig gemacht, frage nicht. Dieses Nichtstun. Gab eh zu tun, haben ja Starcraft, Victoria und Civilization Nachfolger bekommen, gab eh zu tun.
Und jetzt halt wieder Uni, diese Woche, nächste Woche. Und ein bisschen was zum Arbeiten, damit ich das Gefühl von Integration und Normalität erlebe, die Möglichkeit zu dem Gefühl dazu zu gehören. Weil Arbeitslosigkeit, eh super. Aber dann wieder… Ich kann ja der Hälfte meiner Bekannten (Familie/Freunde) nicht ins Gesicht schauen, geschweige denn ins Telephon hören. Fact! Weil ich mich gefühlterweise rechtfertigen muss.
Und vielleicht könnte man von den Säcken, die die großartige Idee gehabt haben, Taschen an die Studierenden zu verteilen eine Umweltabgabe fordern? Das Zeug liegt über die ganze Uni verstreut herum, nur weil die Leut' die 0,3l Obi g'spritzt haben wollen, die drin sind!
Und jetzt halt wieder Uni, diese Woche, nächste Woche. Und ein bisschen was zum Arbeiten, damit ich das Gefühl von Integration und Normalität erlebe, die Möglichkeit zu dem Gefühl dazu zu gehören. Weil Arbeitslosigkeit, eh super. Aber dann wieder… Ich kann ja der Hälfte meiner Bekannten (Familie/Freunde) nicht ins Gesicht schauen, geschweige denn ins Telephon hören. Fact! Weil ich mich gefühlterweise rechtfertigen muss.
Und vielleicht könnte man von den Säcken, die die großartige Idee gehabt haben, Taschen an die Studierenden zu verteilen eine Umweltabgabe fordern? Das Zeug liegt über die ganze Uni verstreut herum, nur weil die Leut' die 0,3l Obi g'spritzt haben wollen, die drin sind!
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Donnerstag, 23. September 2010
Bedenkzeit.
savoytruffles, 23:40h
Grad also noch eine gute Nachricht und dann quasi zusammengebrochen. Meine sorgfältig geschlungenen Stricke, die Lebenslust und Optimismus hielten, lösen sich wie fauler Salat vom Herz.
Dann noch Krankheit und schon stecke ich wieder im selbstgewählten Gefängnis meiner Wohnung. Den Himmel sehe ich nur, wenn ich nah am Fenster stehe und über die Mauern der umliegenden Häuser nach oben blicke. Blau. Und eine Sehnsucht nach einem anderen Leben befällt mich, Sehnsucht nach anderen Voraussetzungen, den Voraussetzungen der anderen.
Der uralte Turm, den ich umkreise, während mich meine Füße immer weiter tragen ist mir schon lange zuwider. Die wachsenden Ringe, die meine Bahn beschreibt führen mich derweilen scheinbar davon. Jedoch, wenn ich stehenbleibe, inne halte und mich umsehe ist da stets dieser Turm, also mache ich mich wieder auf den Weg, weiter, bis ich den Turm los werde, bis mein Blick frei ist. In der Hoffnung, mich als der große Gesang darzustellen, Falke bin ich ebensowenig wie Sturm.
Wenn schon Pathos, dann mit Rilke. Morgen wieder: früh auf, laufen gehen, Liste abarbeiten.
Dann noch Krankheit und schon stecke ich wieder im selbstgewählten Gefängnis meiner Wohnung. Den Himmel sehe ich nur, wenn ich nah am Fenster stehe und über die Mauern der umliegenden Häuser nach oben blicke. Blau. Und eine Sehnsucht nach einem anderen Leben befällt mich, Sehnsucht nach anderen Voraussetzungen, den Voraussetzungen der anderen.
Der uralte Turm, den ich umkreise, während mich meine Füße immer weiter tragen ist mir schon lange zuwider. Die wachsenden Ringe, die meine Bahn beschreibt führen mich derweilen scheinbar davon. Jedoch, wenn ich stehenbleibe, inne halte und mich umsehe ist da stets dieser Turm, also mache ich mich wieder auf den Weg, weiter, bis ich den Turm los werde, bis mein Blick frei ist. In der Hoffnung, mich als der große Gesang darzustellen, Falke bin ich ebensowenig wie Sturm.
Wenn schon Pathos, dann mit Rilke. Morgen wieder: früh auf, laufen gehen, Liste abarbeiten.
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